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Klasse 7 › Deutsch › Literatur und Vortrag

Was ist eine Ballade?

Deutsch Klasse 7 Literatur und Vortrag

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Kurz gesagt

Eine Ballade ist ein Erzählgedicht: Sie erzählt in Versen und Strophen eine spannende Geschichte, oft mit Reim und wörtlicher Rede. Damit verbindet sie Lyrik, Epik und Dramatik. Ihre Handlung steigt bis zu einem Höhepunkt, der Schluss kommt knapp. Mit dem Liebeslied, das im Pop auch Ballade heißt, hat sie nichts zu tun – Beispiel: Goethes „Erlkönig“.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Ein Gedicht, das eine Geschichte erzählt

Eine Ballade ist ein Erzählgedicht: Sie erzählt in Versen und Strophen eine spannende Handlung, oft mit Reim. Figuren sprechen in wörtlicher Rede, die Spannung steigt bis zu einem Höhepunkt, und am Ende steht oft ein überraschender oder dramatischer Schluss. Mit dem langsamen Liebeslied, das im Pop ebenfalls Ballade heißt, hat sie nichts zu tun.

Drei Gattungen in einer

  • Lyrik: Verse, Strophen, Reim, Rhythmus
  • Epik: ein Erzähler und eine Handlung
  • Dramatik: Dialog, Spannung, Konflikt

So ist sie gebaut

  1. Einleitung: Ort, Zeit, Figuren – oft schon unheimlich.
  2. Steigerung: Die Lage spitzt sich zu, Strophe für Strophe.
  3. Höhepunkt oder Wendepunkt: Jetzt entscheidet sich alles.
  4. Schluss: knapp, oft schockierend.

Die Spannungskurve einer Ballade

Strophe für Strophe steigt die Spannung bis zum Höhepunkt, danach kommt der Schluss schnell und knapp.

Beispiel: „Erlkönig“ (Goethe, 1782)

  • Ein Vater reitet nachts mit seinem Kind nach Hause.
  • Das Kind sieht den Erlkönig, der es lockt und schließlich bedroht.
  • Der Vater erklärt alles mit Nebel und Wind.
  • Schluss: „In seinen Armen das Kind war tot.“

Typische Falle

  • Eine Ballade ist kein trauriges Liebeslied, sondern ein Erzählgedicht.
  • Sie erzählt eine Handlung – ein Gedicht über Gefühle allein ist keine Ballade.
  • Nicht jede Ballade endet traurig, aber jede hat Spannung.

Tipp

Lies eine Ballade wie eine kurze Geschichte: Wer? Wo? Was passiert? Markier dann die Strophe, in der sich alles entscheidet.

Üben

3 Aufgaben
  1. Welche Gattung steckt in diesem Merkmal der Ballade? Schreib Lyrik, Epik oder Dramatik.

    1. Die Ballade hat Verse, Strophen und Reime.
    2. Sie erzählt eine Geschichte mit Handlung.
    3. Figuren sprechen in wörtlicher Rede miteinander.
    4. Ein Erzähler berichtet, was geschieht.
    5. Die Spannung steigt bis zu einem Konflikt.
    6. Der Text hat einen festen Rhythmus.
  2. Goethe, „Erlkönig“: Wer spricht diesen Vers? Schreib Erzähler, Vater, Sohn oder Erlkönig.

    1. „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?“
    2. „Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?“
    3. „Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.“
    4. „Du liebes Kind, komm, geh mit mir!“
    5. „In seinen Armen das Kind war tot.“
  3. Stimmt das? Kreuze an.

    1. Eine Ballade erzählt eine Geschichte.
    2. Jede Ballade ist ein trauriges Liebeslied.
    3. Balladen haben meist Strophen und Reime.
    4. In Balladen gibt es oft wörtliche Rede.
    5. Eine Ballade hat keine Spannung.

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Ballade? Das ist doch ein trauriges Liebeslied. Falsch!

Erklärung

Eine Ballade ist ein Erzählgedicht: ein Gedicht, das eine Geschichte erzählt. Nur im Pop heißt ein langsames Liebeslied auch so. Die Ballade mischt drei Gattungen: Lyrik, Epik und Dramatik. Von der Lyrik hat sie Verse, Strophen und oft Reime.

Von der Epik: einen Erzähler und eine Handlung. Von der Dramatik: Figuren sprechen miteinander, und es wird spannend. Bestes Beispiel: der Erlkönig von Goethe, siebzehnhundertzweiundachtzig. So fängt er an: Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?

Das fragt der Erzähler. Es ist der Vater mit seinem Kind. Dann sprechen die Figuren selbst: Vater, Kind und der Erlkönig. Strophe für Strophe steigt die Spannung. Der Erlkönig lockt, dann droht er. Höhepunkt: Der Erlkönig fasst das Kind an. Der Vater reitet geschwind.

Der Schluss, knapp und hart: In seinen Armen das Kind war tot. Gegenprobe: Liebe? Keine Spur. Eine Ballade lebt von Handlung und Spannung.

Beispiele

Neuer Fall, vielleicht erst nächstes Jahr dein Thema: Herr von Ribbeck. Einleitung: Ein alter Herr hat einen Birnbaum und schenkt Kindern Birnen. Steigerung: Er stirbt. Vorher wünscht er sich eine Birne mit ins Grab. Denn er kennt seinen Sohn. Der ist geizig und behält alle Birnen.

Wendepunkt: Aus dem Grab wächst ein neuer Birnbaum. Schluss: Der Baum schenkt den Kindern wieder Birnen. Ein gutes Ende. Trotzdem eine Ballade: Handlung, Strophen, Reime und Figuren, die sprechen. Derselbe Bauplan wie beim Erlkönig: Einleitung, Steigerung, Wendung, Schluss.

Für den Inhalt reichen fünf Sätze. Die Wendung markierst du.

Dein Zug

Dein Zug: Ein Gedicht schwärmt nur von bunten Herbstblättern. Ballade? Nein, es fehlt die Handlung.

Zum Schluss

Ein Liebeslied zeigt Gefühle. Eine Ballade erzählt eine spannende Geschichte. Merk dir: Eine Ballade ist ein Gedicht, das eine spannende Geschichte erzählt. Zum Üben: Erzähl den Inhalt einer Ballade in fünf Sätzen. Markiere die Wendung. Nächste Frage: Wie bestimmt man das Metrum in einem Gedicht?

Danach

Deutsch · Klasse 7 Wie bestimmt man das Metrum in einem Gedicht?

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