Klasse 6 › Deutsch › Lesen, Literatur, Medien
Was will eine Fabel mir sagen?
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Eine Fabel ist eine kurze Geschichte, in der Tiere sprechen und handeln wie Menschen, wobei jedes Tier für eine bestimmte Eigenschaft steht. Zwei Tiere geraten in einen Konflikt, eines setzt sich mit List, Kraft oder Klugheit durch, und am Ende steckt eine Lehre für Menschen. Die Lehre nennt dabei nie die Tiere selbst, sondern spricht von Menschen.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Tiere, die wie Menschen handeln
Eine Fabel ist eine kurze Geschichte, in der Tiere sprechen und handeln wie Menschen. Jedes Tier steht für eine Eigenschaft. Am Ende steckt eine Lehre, die für Menschen gilt – auch für Erwachsene.
Wofür die Tiere stehen
- listig
- mächtig
- gierig
- schwach
- fleißig
So ist eine Fabel gebaut
- Figuren: Zwei Tiere treffen aufeinander.
- Konflikt: Eines will etwas vom anderen.
- Lösung: Eines setzt sich durch – mit List, Kraft oder Klugheit.
- Lehre: Was lernen wir Menschen daraus?
Die Lehre steht oft am Ende. Manchmal musst du sie selbst finden.
Typische Falle
- Fabeln sind keine Tiergeschichten für Kleine.
- Die Tiere sind verkleidete Menschen – mit menschlichen Fehlern.
- Deshalb nennt die Lehre keine Tiere.
- Nicht: „Der Fuchs ist schlau.“ Sondern: „Wer schmeichelt, will oft etwas haben.“
Tipp
Frag bei jeder Fabel: Welchen Menschen kenne ich, der sich so verhält? So findest du die Lehre schneller.
Üben
4 Aufgaben
Stimmt das? Kreuz an.
- Fabeln sind nur für kleine Kinder geschrieben.
- In Fabeln handeln Tiere wie Menschen.
- Die Lehre einer Fabel gilt auch für Erwachsene.
- In einer Fabel geht es darum, wie echte Tiere leben.
- Der Fuchs steht in Fabeln oft für List.
- Eine Fabel hat meistens viele Seiten und viele Figuren.
Die Fabel vom Löwen und der Maus: Welcher Teil ist das? Verbinde.
- Figuren
- Konflikt
- Lösung
- Lehre
- Auch Kleine können helfen.
- Die Maus nagt sein Netz durch.
- ein Löwe und eine Maus
- Der Löwe will die Maus fressen.
Die Lehre in einem Satz, ohne Tiere. Setz ein: Kleine, Langsame, Macht, schlecht, Schmeichler.
- Der Rabe lässt sich vom Fuchs loben und verliert seinen Käse. → Trau keinem .
- Die Schildkröte gewinnt gegen den Hasen, der unterwegs schläft. → Auch kommen ans Ziel, wenn sie dranbleiben.
- Die Maus befreit den Löwen aus dem Netz. → Auch können Großen helfen.
- Der Wolf sucht immer neue Ausreden, um das Lamm zu fressen. → Wer die hat, findet immer eine Ausrede.
- Der Fuchs kommt nicht an die Trauben und sagt, sie seien sauer. → Was man nicht bekommt, redet man gern .
Wofür steht das Tier in Fabeln? Verbinde.
- Fuchs
- Löwe
- Wolf
- Lamm
- Ameise
- Rabe
- schwach
- eitel
- listig
- fleißig
- mächtig
- gierig
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Fabeln sind Tiergeschichten für Kleine? Genau das ist der Fehler.
Erklärung
In einer Fabel sprechen und handeln Tiere wie Menschen. Jedes Tier steht für eine Eigenschaft: Fuchs listig, Löwe mächtig, Wolf gierig. Das Lamm ist schwach, die Ameise fleißig. Der Bau: Figuren, Konflikt, Lösung und am Ende die Lehre.
Fuchs und Rabe: Der Rabe sitzt mit einem Käse auf einem Ast. Konflikt: Der Fuchs will den Käse haben. Lösung mit List: Er lobt den Raben und bittet ihn zu singen. Der Rabe öffnet den Schnabel, und der Käse fällt herunter.
Die Lehre: Wer schmeichelt, will oft etwas haben. Trau ihm nicht. Gegenprobe: Der Fuchs ist schlau? Keine Lehre, denn sie nennt ein Tier. Denn die Tiere sind verkleidete Menschen, mit menschlichen Fehlern. Warum Tiere? So zeigt man Fehler, ohne einen Menschen direkt anzugreifen.
Die Lehre steht oft am Ende. Manchmal musst du sie selbst finden.
Beispiele
Zweites Beispiel: die Ameise und die Grille. Figuren: die fleißige Ameise und die Grille, die den ganzen Sommer singt. Im Sommer sammelt die Ameise Vorräte, die Grille zirpt nur. Im Winter hat die Grille Hunger und bittet die Ameise um Futter.
Die Ameise sagt: Im Sommer hast du gesungen? Dann tanz jetzt! Die Lehre? Nicht: Die Ameise ist fleißig. Das nennt ein Tier. Sondern: Wer rechtzeitig vorsorgt, muss später keine Not leiden. Im Alltag: Wer früh lernt, hat vor der Klassenarbeit keinen Stress.
Frag dich: Welchen Menschen kenne ich, der so ist?
Dein Zug
Dein Zug: Der Wolf ist gierig. Ist das eine Lehre? Nein, denn sie nennt ein Tier.
Zum Schluss
Im Vergleich: Der Fuchs meint den listigen Menschen, der Löwe den mächtigen. Merk dir: Tiere spielen Menschen. Die Lehre nennt Menschen, keine Tiere. Zum Üben: Schreib die Lehre einer Fabel in einem Satz, ohne Tiere. Nächste Frage: Wie beschreibt man eine Figur aus einem Buch?
Danach



