Klasse 6 › Erdkunde › Deutschland und Europa
Was wurde aus den Zechen im Ruhrgebiet?
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Die Zechen im Ruhrgebiet schlossen nach und nach, weil ausländische Kohle billiger war – die letzte Ende 2018. Aus der Bergbauregion wurde eine Region mit Hochschulen, Krankenhäusern, Handel und Häfen. Das nennt man Strukturwandel. Die frühere Zeche Zollverein in Essen ist heute ein Museum und UNESCO-Welterbe.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Kohle, Stahl – und dann?
Über hundert Jahre lang prägten Kohle und Stahl das Ruhrgebiet. Ab Ende der 1950er-Jahre waren Öl und Kohle aus dem Ausland billiger als die Kohle, die hier tief unter der Erde lag. Eine Zeche nach der anderen schloss, Ende 2018 die letzte. Die Region hat sich umgebaut – das nennt man Strukturwandel.
Früher
- Zechen fördern Steinkohle
- Kokereien und Stahlwerke
- Hunderttausende arbeiten im Bergbau
- Rauch, Staub, schlechte Luft
Heute
- Hochschulen und Forschung
- Krankenhäuser, Handel, Büros
- Lager und Häfen für Waren aus aller Welt
- Kultur und Freizeit in alten Industrieanlagen
Typische Falle: „Arbeit weg, Region tot“
- Alte Arbeit ging, neue kam – aber nicht von selbst und nicht für alle sofort. Viele mussten umlernen, manche zogen weg.
- Heute leben im Ruhrgebiet über fünf Millionen Menschen.
- Die Zeche Zollverein in Essen ist heute ein Museum und gehört zum UNESCO-Welterbe.
- Viele Halden – Berge aus Gestein, das beim Kohleabbau mit nach oben kam – sind heute Aussichtspunkte mit Kunst obendrauf.
Tipp
Merk dir: Strukturwandel heißt, dass sich ändert, womit eine Region ihr Geld verdient. Wenn du „Ruhrgebiet“ hörst, denk nicht nur an Kohle, sondern auch an Hochschulen, Häfen und Museen.
Üben
5 Aufgaben
Was wurde aus den alten Industrieflächen? Ergänze.
- Besucher bestaunen die alten Maschinen der Zeche. Sie ist jetzt ein .
- Wo der Hochofen stand, wachsen Bäume und Kinder klettern: ein .
- Auf dem alten Gelände lernen und forschen Studenten: eine .
- In der alten Werkshalle stehen Kisten und Regale: ein .
Stimmt das? Kreuz an.
- Als die Zechen schlossen, zogen alle Menschen aus dem Ruhrgebiet weg.
- Heute leben im Ruhrgebiet über fünf Millionen Menschen.
- Die Kohle im Ruhrgebiet lag tief und war teuer zu fördern.
- Ende 2018 schloss die letzte Steinkohlenzeche Deutschlands.
- Nach dem Ende der Zechen gab es dort für niemanden mehr Arbeit.
- Strukturwandel heißt: Eine Region verdient ihr Geld mit anderen Dingen als früher.
Früher oder heute? Schreib früher oder heute.
- Unter Tage wird Steinkohle gefördert:
- Studenten lernen an vielen Hochschulen:
- Hunderttausende arbeiten im Bergbau:
- In einem alten Gasometer gibt es Ausstellungen:
- Kinder klettern in einem alten Hüttenwerk:
Ergänze die Zahlen.
- Die letzte Steinkohlenzeche Deutschlands schloss im Jahr .
- Die Kohlekrise begann 1958. Bis zur letzten Zeche Ende 2018 vergingen Jahre.
- Im Ruhrgebiet leben heute über Millionen Menschen.
- Die Zeche Zollverein schloss 1986 und wurde 2001 Welterbe. Dazwischen liegen Jahre.
Was bedeutet das? Verbinde.
- Zeche
- Halde
- Kokerei
- Strukturwandel
- Industriekultur
- macht aus Kohle Koks
- alte Anlagen als Museum
- Bergwerk für Steinkohle
- Region verdient ihr Geld neu
- Berg aus Gestein vom Kohleabbau
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Die Zechen sind zu, also ist das Ruhrgebiet tot? Von wegen.
Erklärung
Eine Zeche ist ein Bergwerk für Steinkohle, tief unter der Erde. Über hundert Jahre prägten Kohle und Stahl das Ruhrgebiet. Hunderttausende arbeiteten im Bergbau. Kokereien machten aus Kohle Koks für die Stahlwerke. Die Kehrseite: Rauch, Staub und schlechte Luft.
Die Kohle lag sehr tief, zuletzt über tausend Meter. Das war teuer. Ab Ende der Fünfziger waren Öl und Kohle aus dem Ausland billiger. Neunzehnhundertachtundfünfzig begann die Kohlekrise. Eine Zeche nach der anderen schloss. Ende zweitausendachtzehn schloss in Bottrop die letzte Steinkohlenzeche.
Arbeit weg, Region tot? Nein. Alte Arbeit ging, neue kam. Das heißt Strukturwandel: Eine Region verdient ihr Geld mit anderen Dingen. Heute gibt es Hochschulen, Krankenhäuser, Handel und Häfen. Aber nicht von selbst und nicht für alle sofort. Viele mussten umlernen.
Und die alten Anlagen? Sie werden Museum, Park, Hochschule oder Lager.
Beispiele
Beispiel: Zeche Zollverein in Essen. Früher eine der größten der Welt. Neunzehnhundertsechsundachtzig wurde sie geschlossen. Abreißen? Nein. Die Gebäude blieben stehen. Zweitausendeins wurde Zollverein UNESCO-Welterbe.
Heute: ein Museum, Ausstellungen und eine Hochschule für Design. Anderswo wurde ein Hüttenwerk zum Park. Dort klettern Kinder heute. Halden sind Berge aus Gestein vom Kohleabbau. Heute Aussichtspunkte mit Kunst. Alte Werkshallen werden Lager für Waren aus aller Welt.
Gegenprobe: Tot hieße, alle sind weg. Doch über fünf Millionen leben dort.
Dein Zug
Dein Zug: Zollverein schloss neunzehnhundertsechsundachtzig. Wie viele Jahre sind es bis zweitausendsechsundzwanzig? Vierzig.
Zum Schluss
Noch mal: Früher Kohle und Stahl. Heute Hochschulen, Handel und Häfen. Merk dir: Aus Zechen wurden Museen, Parks und Hochschulen. Die Region lebt. Zum Üben: Nenn drei neue Nutzungen alter Industrieflächen. Nächste Frage: Warum fahren im Sommer alle ans Meer?
Danach




