Klasse 6 › Politik › Kinder und Gesellschaft
Welche Rechte hat jedes Kind?
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1989 haben die Vereinten Nationen die Kinderrechtskonvention beschlossen, in Deutschland gilt sie seit 1992. Sie gibt jedem Menschen unter 18 dieselben Rechte, und zwar in drei Gruppen: Schutz vor Gewalt und Ausbeutung, Förderung durch Schule, Gesundheit und Spiel, und Beteiligung – also mitreden bei allem, was einen selbst betrifft. Diese Rechte gelten überall, auch hier.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Rechte für alle unter 18
1989 haben die Vereinten Nationen die Kinderrechtskonvention beschlossen. Fast alle Staaten der Welt haben sie unterschrieben, in Deutschland gilt sie seit 1992. „Kind“ heißt darin: jeder Mensch unter 18 Jahren. Die Rechte gelten überall – nicht nur dort, wo es Menschen schlecht geht.
Drei Gruppen von Rechten
- Schutz: vor Gewalt, Ausbeutung, Krieg und Vernachlässigung.
- Förderung: Schule, Gesundheit, Wohnung, Essen, Spielen und Ausruhen.
- Beteiligung: die eigene Meinung sagen und gehört werden.
Was das im Alltag heißt
- Niemand darf dich schlagen, auch zu Hause nicht.
- Du gehst zur Schule, auch wenn zu Hause Arbeit wartet.
- Beim Arzt und vor Gericht wird gefragt, was du willst.
- Freizeit und Spiel sind ein Recht, kein Geschenk.
Typische Falle
- Falsch: „Kinderrechte gelten nur in armen Ländern.“
- Sie gelten für jedes Kind auf der Welt, also auch für dich.
- In Deutschland steht seit dem Jahr 2000 im Gesetz: Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung.
- Ein Recht zu haben heißt nicht, dass es überall eingehalten wird – darum gibt es Stellen, bei denen man sich melden kann.
Tipp
Merk dir drei Wörter: Schutz, Förderung, Beteiligung. Frag bei jedem Beispiel: Werde ich bewahrt, werde ich unterstützt, oder darf ich mitreden?
Üben
5 Aufgaben
Zu welcher Gruppe gehört das Recht? Wähle: Schutz, Förderung oder Beteiligung.
- Niemand darf ein Kind schlagen:
- Jedes Kind darf zur Schule gehen:
- Vor einer Entscheidung wird das Kind gefragt:
- Kein Kind darf zur Arbeit in einer Fabrik gezwungen werden:
- Jedes Kind hat ein Recht auf Freizeit und Spiel:
Welche Zahl gehört hierhin? Trag sie ein.
- Die UN-Kinderrechtskonvention wurde beschlossen im Jahr
- In Deutschland trat sie in Kraft im Jahr
- Als Kind gilt jeder Mensch unter Jahren.
- Gewaltfreie Erziehung steht im Gesetz seit dem Jahr
Stimmt das? Kreuz an.
- Kinderrechte gelten nur in armen Ländern.
- Die UN-Kinderrechtskonvention wurde 1989 beschlossen.
- Als Kind gilt jeder Mensch unter 18 Jahren.
- Kinder haben ein Recht darauf, bei Entscheidungen gefragt zu werden.
- Eltern dürfen ihre Kinder schlagen, wenn es der Erziehung dient.
- Spielen und Ausruhen sind kein Recht, sondern ein Geschenk der Eltern.
Was bedeutet das Wort? Verbinde.
- Schutzrecht
- Förderrecht
- Beteiligungsrecht
- Konvention
- Vertrag zwischen Staaten
- bringt ein Kind voran
- hält Gefahren fern
- lässt ein Kind mitreden
Wird hier ein Kinderrecht verletzt? Schreib ja oder nein.
- Ein Vater schlägt seinen Sohn, weil er schlechte Noten hat:
- Eine Mutter verbietet ihrer Tochter, nachts um zwei allein draußen zu sein:
- Ein Zwölfjähriger muss jeden Tag in einer Fabrik arbeiten, statt zur Schule zu gehen:
- Vor dem Umzug fragen die Eltern ihr Kind, welches Zimmer es möchte:
- Ein Gericht entscheidet, bei wem ein Kind wohnt, ohne es anzuhören:
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Kinderrechte? Die gelten doch nur in armen Ländern. Falsch!
Erklärung
1989 beschließen die Vereinten Nationen die Kinderrechtskonvention. Fast alle Staaten unterschreiben. In Deutschland gilt sie seit 1992. Konvention heißt: ein Vertrag zwischen Staaten. Und „Kind“ heißt darin: jeder Mensch unter 18 Jahren.
Die Rechte bilden drei Gruppen: Schutz, Förderung und Beteiligung. Schutz: vor Gewalt, Ausbeutung, Krieg und Vernachlässigung. Förderung: Schule, Gesundheit, Wohnung, Essen, Spielen und Ausruhen. Beteiligung: deine Meinung sagen und gehört werden.
Die Rechte gelten überall, nicht nur dort, wo es Kindern schlecht geht. Niemand darf dich schlagen, auch zu Hause nicht. In Deutschland steht seit 2000 im Gesetz: Recht auf gewaltfreie Erziehung. Aber ein Recht zu haben heißt nicht, dass es überall eingehalten wird.
Darum gibt es Stellen, bei denen du dich melden kannst.
Beispiele
Jetzt sortierst du: Schutz, Förderung oder Beteiligung? Kein Kind darf zur Arbeit in einer Fabrik gezwungen werden: Schutz. Jedes Kind darf zur Schule gehen: Förderung. Vor einer Entscheidung wird das Kind gefragt: Beteiligung.
Und Freizeit und Spiel? Förderung. Ein Recht, kein Geschenk. Ein Vater schlägt seinen Sohn wegen schlechter Noten: Recht verletzt. Eine Mutter verbietet ihrer Tochter, nachts um zwei allein draußen zu sein. Kein Verstoß: Das Verbot schützt sie sogar.
Ein Gericht entscheidet, bei wem ein Kind wohnt, ohne es anzuhören: verletzt. Alle Fälle könnten hier passieren. Die Rechte gelten auch für dich.
Dein Zug
Dein Zug: Im Klassenrat sagst du, was du dir wünschst. Welche Gruppe? Beteiligung.
Zum Schluss
Noch mal: Schutz hält Gefahr fern. Förderung bringt voran, Beteiligung lässt mitreden. Merk dir: Jedes Kind unter 18 hat diese Rechte, überall. Auch du. Zum Üben: Ordne zehn Beispiele zu: Schutz, Förderung oder Beteiligung? Nächste Frage: Was regelt das Jugendschutzgesetz?
Danach



