Zum Inhalt springen
Schulpuls App öffnenAppKl. 1 · 2 · 3 · 4 · 5 · 6 · 7

Klasse 6 › Politik › Kinder und Gesellschaft

Was regelt das Jugendschutzgesetz?

Politik Klasse 6 Kinder und Gesellschaft

Beim Abspielen lädt der Player von YouTube (youtube-nocookie.com). Details in der Datenschutzerklärung.

Kurz gesagt

Das Jugendschutzgesetz schützt Kinder und Jugendliche, es bestraft sie nicht. Es sagt Erwachsenen, was sie an wen abgeben und wen sie wohin lassen dürfen: Filme und Spiele haben Altersfreigaben von 0 bis 18, Bier und Wein gibt es ab 16, Schnaps und Tabak erst ab 18. Ärger bekommt, wer sich nicht daran hält – der Laden, nicht das Kind.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Ein Gesetz für Erwachsene

Das Jugendschutzgesetz trägt Kinder und Jugendliche im Namen, richtet sich aber an Erwachsene: an Läden, Kinos, Gaststätten und Veranstalter. Es sagt ihnen, was sie an wen verkaufen und wen sie wohin lassen dürfen. Bestraft wird, wer sich nicht daran hält – nicht das Kind.

Altersfreigaben

  • Filme bekommen eine FSK-Freigabe, Spiele eine USK-Freigabe.
  • Die Stufen sind 0, 6, 12, 16 und 18 Jahre.
  • Die Zahl sagt: ab diesem Alter freigegeben – nicht: für dieses Alter besonders gut.
  • Einen Film ab 12 darf ein Kind ab 6 im Kino sehen, wenn Mutter oder Vater dabei ist – ein anderer Erwachsener reicht hier nicht.

Alkohol, Tabak, Ausgehen

  • Bier und Wein: ab 16.
  • Schnaps und alles mit Branntwein: ab 18.
  • Tabak und E-Zigaretten: ab 18.
  • Disko ohne Erwachsene: ab 16 und nur bis Mitternacht.
  • Gaststätte ohne Erwachsene: unter 16 nur zum Essen oder Trinken, zwischen 5 und 23 Uhr.
  • Wie lange genau, hängt vom Ort und von der Begleitung ab.

Typische Falle

  • Falsch: „Das Jugendschutzgesetz bestraft Kinder.“
  • Es verpflichtet Erwachsene: Der Laden, der Alkohol an Jüngere verkauft, bekommt Ärger.
  • Eine Altersfreigabe ist kein Urteil über die Qualität – „ab 0“ heißt nicht „für alle gut“.
  • Im Netz gelten dieselben Altersgrenzen, auch wenn dort selten jemand nachfragt.

Tipp

Schau auf die Ecke der Hülle, dort steht die Freigabe. Bei Filmen und Spielen im Netz findest du sie in der Beschreibung.

Üben

5 Aufgaben
  1. Ab wie vielen Jahren ist das erlaubt? Trag die Zahl ein.

    1. Bier und Wein darf man kaufen ab Jahren.
    2. Schnaps darf man kaufen ab Jahren.
    3. Zigaretten und E-Zigaretten gibt es ab Jahren.
    4. In die Disko ohne Erwachsene darf man meist ab Jahren.
  2. Erlaubt, verboten oder nur in Begleitung? Trag es ein.

    1. Vierzehnjährige in der Disko, ein Elternteil ist dabei:
    2. Zwölfjähriger kauft im Supermarkt eine Flasche Bier:
    3. Sechzehnjährige kauft im Supermarkt eine Flasche Wein:
    4. Siebenjähriger im Kino, Film ab 12, die Mutter kommt mit:
  3. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Das Jugendschutzgesetz bestraft Kinder, die sich nicht daran halten.
    2. „Ab 12“ heißt, dass der Film für Zwölfjährige besonders gut ist.
    3. Bier und Wein darf man ab 16 kaufen.
    4. Tabak und E-Zigaretten gibt es erst ab 18.
    5. Im Internet gelten die Altersgrenzen nicht.
    6. Spiele bekommen ihre Altersfreigabe von der USK.
  4. Was bedeutet der Begriff? Verbinde.

    • FSK
    • USK
    • Branntwein
    • Begleitung
    • starker Alkohol, erst ab 18
    • ein Erwachsener, der verantwortlich ist
    • Altersfreigabe für Filme
    • Altersfreigabe für Spiele
  5. Darf das Kind den Film am Nachmittag im Kino sehen? Schreib ja oder nein.

    1. Lina, 13 Jahre, allein, Film ab 12:
    2. Paul, 10 Jahre, allein, Film ab 12:
    3. Mia, 8 Jahre, mit ihrer Mutter, Film ab 12:
    4. Ben, 11 Jahre, mit seinem Vater, Film ab 16:
    5. Ela, 5 Jahre, mit ihrer Mutter, Film ab 12:
    6. Tom, 9 Jahre, mit seiner Oma, Film ab 12:

Auf dem Blatt gibt es noch eine Aufgabe zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Das Jugendschutzgesetz bestraft Kinder? Falsch! Es verpflichtet Erwachsene.

Erklärung

Es trägt Kinder und Jugendliche im Namen, richtet sich aber an Erwachsene. An Läden, Kinos, Gaststätten und Veranstalter. Es sagt ihnen: Was darf an wen, und wer darf wohin? Hält sich keiner dran, bekommt der Laden Ärger. Nicht das Kind.

Filme bekommen eine FSK-Freigabe, Spiele eine USK-Freigabe. Die Stufen sind 0, 6, 12, 16 und 18 Jahre. Die Zahl heißt: ab diesem Alter freigegeben. Nicht: dafür besonders gut. Film ab 12? Mit Mutter oder Vater geht es schon ab 6.

Bier und Wein gibt es ab 16. Schnaps und alles mit Branntwein, also starkem Alkohol, erst ab 18. Tabak und E-Zigaretten: auch erst ab 18. In die Disko ohne Erwachsene: ab 16, und dann bis Mitternacht.

Wie lange genau, hängt vom Ort und von der Begleitung ab. Im Netz gelten dieselben Altersgrenzen, auch wenn selten jemand nachfragt.

Beispiele

Jetzt entscheidest du: erlaubt, verboten oder nur in Begleitung? Ein Zwölfjähriger kauft im Supermarkt eine Flasche Bier: verboten. Eine Sechzehnjährige kauft eine Flasche Wein: erlaubt. Vierzehnjährige wollen abends in die Disko: nur in Begleitung.

Kino am Nachmittag: Lina, 13, allein, Film ab 12. Darf sie? Ja. Paul, 10, allein, Film ab 12: nein. Mia, 8, mit ihrer Mutter, Film ab 12: ja, mit Begleitung. Ben, 11, mit Vater, Film ab 16: nein. Da hilft keine Begleitung.

Ein Kiosk verkauft einem Fünfzehnjährigen Zigaretten. Ärger bekommt der Kiosk. Spiel „ab 0“: nichts Schädliches drin. Gut ist es deshalb nicht unbedingt.

Dein Zug

Dein Zug: Du bist 15 und willst allein Bier kaufen. Erlaubt oder verboten? Verboten.

Zum Schluss

Noch mal: Bier und Wein ab 16. Schnaps und Tabak ab 18. Merk dir: Das Gesetz schützt Kinder. Ärger bekommen Erwachsene, etwa der Laden. Zum Üben: Sechs Situationen – erlaubt, verboten oder nur in Begleitung? Nächste Frage: Warum arbeiten in manchen Ländern Kinder?

Danach

Politik · Klasse 6 Warum arbeiten in manchen Ländern Kinder?

Passt dazu – Neugier

Mehr aus „Kinder und Gesellschaft“