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Klasse 6 › Geschichte › Von der Steinzeit bis Rom

Wie baut man eine Pyramide ohne Kran?

Geschichte Klasse 6 Von der Steinzeit bis Rom

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Kurz gesagt

Tausende ägyptische Arbeiter bauten die Pyramiden mit Muskelkraft, Wissen und sehr guter Planung – keine Sklaven und keine Außerirdischen. Sie lösten die Blöcke mit Kupfermeißeln, zogen sie auf Holzschlitten über feuchten Sand, brachten Granit per Schiff über den Nil und nutzten Rampen. Funde wie ein Arbeiterdorf mit Bäckereien und Gräber nah beim König zeigen: Die Arbeiter waren gut versorgt.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Ein Grab für den Pharao

Die Cheops-Pyramide bei Gizeh ist über 4500 Jahre alt und war ursprünglich etwa 146 Meter hoch. Man schätzt, dass in ihr über zwei Millionen Steinblöcke stecken.

Der Trick mit dem Wasser

Auf feuchtem Sand gleitet ein Schlitten viel leichter. Ein altes Wandbild zeigt, wie jemand Wasser vor den Schlitten gießt.

So ging es ohne Kran

  1. Im Steinbruch lösen Arbeiter die Blöcke mit Meißeln aus Kupfer und Keilen.
  2. Auf Holzschlitten ziehen sie die Blöcke. Wasser auf dem Sand macht das Ziehen leichter.
  3. Schwere Steine wie Granit kommen per Schiff über den Nil.
  4. Über Rampen ziehen sie die Blöcke Schicht für Schicht nach oben.

Wie die Rampen genau aussahen, weiß man bis heute nicht sicher.

Die Gesellschaftspyramide

  • Ganz oben: der Pharao, der König.
  • Darunter: Priester und Beamte, dazu die Schreiber.
  • Dann: Handwerker und Händler.
  • Ganz unten, und das waren die meisten: Bauern.

Typische Falle

  • Falsch: „Die Pyramiden bauten Sklaven – oder Außerirdische.“
  • Bei den Pyramiden von Gizeh fand man ein Dorf der Arbeiter mit Bäckereien – und ihre Gräber, ganz in der Nähe des Königs.
  • Die Arbeiter bekamen Brot, Bier und eine Unterkunft; Knochenbrüche wurden geschient. Viele mussten eine Zeit lang Dienst leisten, vermutlich auch Bauern, deren Felder unter der Nilflut lagen.
  • Ein Tagebuch auf Papyrus erzählt, wie der Aufseher Merer mit seiner Mannschaft Steine für die Cheops-Pyramide per Schiff nach Gizeh brachte.

Tipp

Behauptet jemand, die Ägypter hätten das nicht allein geschafft, frag: Welche Quelle zeigt das? Funde wie das Arbeiterdorf zeigen das Gegenteil.

Üben

4 Aufgaben
  1. Die Gesellschaftspyramide: Auf welcher Stufe stehen sie? 1 = ganz oben, 4 = ganz unten.

    1. Bauern: Stufe
    2. Pharao: Stufe
    3. Handwerker und Händler: Stufe
    4. Priester und Beamte: Stufe
    5. Schreiber: Stufe
  2. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Die Pyramiden wurden von Außerirdischen gebaut.
    2. Nahe den Pyramiden fand man Gräber von Arbeitern.
    3. Die Arbeiter bekamen Brot und Bier als Verpflegung.
    4. Die Pyramiden bauten vor allem Sklaven in Ketten.
    5. Verletzte Arbeiter wurden medizinisch versorgt.
    6. Die Ägypter hoben die Steine mit Kränen aus Eisen.
  3. Womit ging es ohne Kran? Verbinde.

    • Rampe
    • Schlitten
    • Wasser
    • Meißel
    • Schiff
    • Granit über den Nil
    • Schlitten gleitet besser
    • schräger Weg nach oben
    • Steine formen
    • Unterlage zum Ziehen
  4. Setz die passende Zahl ein.

    1. Die Cheops-Pyramide ist über Jahre alt.
    2. Ursprünglich war sie etwa Meter hoch.
    3. In ihr stecken wohl über Millionen Steinblöcke.
    4. Ein Block wiegt im Schnitt etwa Kilo.

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Die Pyramiden bauten Sklaven oder Außerirdische? Weder noch.

Erklärung

Pyramiden waren riesige Gräber für die Könige Ägyptens, die Pharaonen. Die größte, die Cheops-Pyramide, ist über 4500 Jahre alt. Ursprünglich 146 Meter hoch: höher als ein Fußballfeld lang ist. Darin stecken wohl über zwei Millionen Steinblöcke.

Ein Block wiegt im Schnitt etwa 2500 Kilo: mehr als ein Auto. Kräne, Eisen, Räder für Lasten: Das alles hatten sie nicht. Im Steinbruch lösten Arbeiter die Blöcke mit Meißeln aus Kupfer und Keilen. Dann zogen sie die Blöcke auf Holzschlitten, mit Seilen und Muskelkraft.

Der Trick: Wasser auf den Sand. Feuchter Sand bremst viel weniger. Ein altes Wandbild zeigt genau das: Jemand gießt Wasser vor den Schlitten. Schweren Granit brachten Schiffe über den Nil, von Assuan bis nach Gizeh. Hoch ging es über Rampen. Wie genau, ist bis heute umstritten.

Steinbruch, Nil, über Rampen auf die Pyramide: eine Frage guter Planung.

Beispiele

Und wer hat gebaut? Das verraten Funde direkt neben den Pyramiden. Man fand ein ganzes Arbeiterdorf: mit Bäckereien und Schlafhallen. Dazu Gräber der Arbeiter, nah beim König. Wohl eine Ehre, keine Strafe. Sie bekamen Brot und Bier. Knochenbrüche wurden sogar geschient.

Das Tagebuch des Aufsehers Merer erzählt, wie er Steine per Schiff brachte. Viele leisteten wohl eine Zeit lang Dienst, auch Bauern während der Flut. Oben der Pharao, dann Beamte, Priester, Handwerker. Unten, die meisten: Bauern. Und Außerirdische? Keine einzige Quelle spricht dafür. Alle Funde zeigen Menschen.

Dein Zug

Dein Zug: Wer baute die Pyramiden? Tausende ägyptische Arbeiter, gut versorgt.

Zum Schluss

Also: kein Wunder. Muskelkraft, Wissen und sehr gute Planung. Merk dir: Tausende Arbeiter bauten sie mit Schlitten, Rampen und guter Planung. Zum Üben: Zeichne die Gesellschaftspyramide und trag vier Gruppen ein. Nächste Frage: Warum wurde die Schrift erfunden?

Danach

Geschichte · Klasse 6 Warum wurde die Schrift erfunden?

Passt dazu – Neugier

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