Klasse 6 › Mathe › Daten und Zufall
Wie groß ist die Chance, eine Sechs zu würfeln?
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Ein fairer Würfel hat sechs gleich wahrscheinliche Seiten, also ist die Chance auf eine Sechs bei jedem Wurf 1/6 – egal, was vorher gewürfelt wurde. Man nennt das einen Laplace-Versuch: passende Ergebnisse durch mögliche Ergebnisse. Der Würfel hat kein Gedächtnis, auch nach fünf Würfen ohne Sechs bleibt die Chance im nächsten Wurf gleich.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Der Würfel hat kein Gedächtnis
Ein fairer Würfel hat sechs Seiten, und jede fällt gleich wahrscheinlich. Die Sechs ist eine von sechs Möglichkeiten, ihre Wahrscheinlichkeit ist also 1/6 – bei jedem Wurf neu, egal was vorher kam. Versuche, bei denen alle Ergebnisse gleich wahrscheinlich sind, heißen Laplace-Versuche.
So bestimmst du die Chance
- Zähl alle möglichen Ergebnisse.
- Zähl die Ergebnisse, die zu deinem Ereignis passen.
- Rechne: passende durch mögliche.
Gerade Zahl: 3 von 6, also 3/6 = 1/2
Beim Würfel
- Sechs: 1/6
- keine Sechs: 5/6
- Sieben: 0
Typische Falle
- Falsch: Nach fünf Würfen ohne Sechs muss jetzt die Sechs kommen.
- Der Würfel merkt sich nichts. Auch im sechsten Wurf ist die Chance wieder 1/6.
- 1/6 heißt nicht: in sechs Würfen genau eine Sechs. Es heißt: bei sehr vielen Würfen ungefähr jeder sechste.
- Relative Häufigkeit: Anzahl der Sechsen durch Anzahl der Würfe. Je mehr Würfe, desto näher liegt sie meist bei 1/6.
Tipp
Würfle selbst 40-mal und mach für jede Sechs einen Strich. Teile die Zahl deiner Sechsen durch 40 und vergleich mit 1/6 – ein paar mehr oder weniger sind ganz normal.
Üben
6 Aufgaben
Du würfelst einmal mit einem normalen Würfel. Wie groß ist die Chance? Kürze, so weit es geht.
- eine Fünf:
- eine Eins oder Zwei:
- eine ungerade Zahl:
- größer als 4:
- höchstens eine Vier:
- kleiner als 7:
Lea würfelt 40-mal und zählt 8 Sechsen. Vergleich mit 1/6.
- Relative Häufigkeit: 8/40 = (gekürzt)
- Als Kommazahl:
- 1/6 als Kommazahl, auf Hundertstel gerundet:
- Bei 40 Würfen erwartest du etwa Sechsen (40 : 6, auf Ganze gerundet).
- Bei 600 Würfen erwartest du etwa Sechsen.
In einer Dose liegen 3 rote, 5 blaue und 2 grüne Kugeln. Du ziehst blind eine. Wie groß ist die Chance? Kürze, so weit es geht.
- rot:
- blau:
- grün:
- nicht rot:
- gelb:
Stimmt das? Kreuz an.
- Nach fünf Würfen ohne Sechs ist die Sechs wahrscheinlicher als sonst.
- Bei jedem Wurf ist die Chance auf eine Sechs 1/6.
- Wer sechsmal würfelt, bekommt genau eine Sechs.
- Eine Sechs ist genauso wahrscheinlich wie eine Eins.
- 8 Sechsen in 40 Würfen beweisen, dass der Würfel gezinkt ist.
- Je öfter du würfelst, desto näher liegt der Anteil der Sechsen meist bei 1/6.
Wie groß ist die Chance? Kürze, so weit es geht.
- Ein Glücksrad hat 8 gleich große Felder: 3 rot, 4 blau, 1 gelb. Chance auf Blau:
- In einer Lostrommel sind 50 Lose, davon 10 Gewinne. Chance auf eine Niete:
- Ein Kartenspiel hat 32 Karten, darunter 4 Asse. Chance, ein Ass zu ziehen:
- Ein Glücksrad hat 12 gleich große Felder, 5 davon gewinnen. Chance auf eine Niete:
- In einer Klasse sind 12 Mädchen und 18 Jungen. Ein Kind wird ausgelost. Chance auf ein Mädchen:
Wer hat die bessere Chance zu gewinnen? Schreib Mia, Tom oder gleich.
- Mias Glücksrad: 2 von 5 Feldern gewinnen. Toms Glücksrad: 3 von 10 Feldern. Besser:
- Mias Dose: 1 rote von 4 Kugeln. Toms Dose: 2 rote von 8 Kugeln. Rot gewinnt. Besser:
- Mia kauft ein Los aus 20 mit 3 Gewinnen, Tom eins aus 40 mit 5 Gewinnen. Besser:
- Mia gewinnt mit einer Sechs, Tom mit einer geraden Zahl. Besser:
- Mias Glücksrad: 1 von 3 Feldern gewinnt. Toms Glücksrad: 3 von 8 Feldern. Besser:
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Fünfmal keine Sechs. Jetzt muss sie doch kommen? Leider nein.
Erklärung
Ein fairer Würfel hat sechs Seiten. Jede fällt gleich wahrscheinlich. Fair heißt: nicht gezinkt. Keine Seite ist bevorzugt. Die Sechs ist eine von sechs Möglichkeiten. Ihre Wahrscheinlichkeit ist also ein Sechstel.
Die Regel: passende Ergebnisse durch mögliche Ergebnisse. Sind alle Ergebnisse gleich wahrscheinlich, heißt das Laplace-Versuch. Jetzt die Falle: Der Würfel hat kein Gedächtnis. Er merkt sich nichts. Auch nach fünf Nieten: Im sechsten Wurf wieder ein Sechstel.
Ein Sechstel heißt nicht: in sechs Würfen genau eine Sechs. Es heißt: Bei sehr vielen Würfen ist ungefähr jeder sechste eine Sechs. Das misst die relative Häufigkeit: Anzahl der Sechsen durch Anzahl der Würfe. Bei sechzig Würfen erwartest du etwa zehn Sechsen, mal mehr, mal weniger.
Je mehr Würfe, desto näher liegt der Anteil meist bei einem Sechstel.
Beispiele
Zweites Beispiel: Wie groß ist die Chance auf eine gerade Zahl? Erst zählen: Mögliche Ergebnisse gibt es sechs. Passend sind zwei, vier und sechs. Also drei. Drei von sechs, also drei Sechstel. Gekürzt: ein Halb.
Und keine Sechs? Fünf passende von sechs: fünf Sechstel. Probe: Sechs und keine Sechs ergeben zusammen eins. Das ist sicher. Und eine Sieben? Null passende Ergebnisse, also null. Unmöglich. Zehn Würfe, drei Sechsen? Kurze Reihen schwanken. Das beweist noch nichts.
Von null, unmöglich, bis eins, sicher: Jede Chance liegt dazwischen.
Dein Zug
Dein Zug: Chance auf mindestens drei? Drei, vier, fünf, sechs: vier Sechstel, also zwei Drittel.
Zum Schluss
Keine Sechs ist je fällig. Jeder Wurf hat wieder ein Sechstel. Merk dir: Die Chance auf die Sechs ist immer ein Sechstel. Zum Üben: Würfle vierzig Mal, notiere die Sechsen und vergleich mit einem Sechstel. Nächste Frage: Warum ist minus fünf kleiner als minus zwei?
Danach



