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Klasse 6 › Geschichte › Von der Steinzeit bis Rom

Warum ging das Römische Reich unter?

Geschichte Klasse 6 Von der Steinzeit bis Rom

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Kurz gesagt

Das Weströmische Reich ging nicht an einem Tag unter, sondern über mehr als 200 Jahre an vielen Ursachen: zu groß für einen Kaiser, ein teures Heer, leere Kassen und Inflation, Bürgerkriege um den Thron und Druck von außen durch die Völkerwanderung. 476 n. Chr. setzte der Heerführer Odoaker den letzten Kaiser im Westen ab. Ostrom bestand noch fast 1000 Jahre weiter.

Das Wichtigste zum Nachlesen

2 Min. Lesen

Kein Tag, sondern ein langer Weg

Westrom zerbrach nicht in einer Schlacht, sondern über mehr als 200 Jahre. Die Ursachen hingen zusammen: Kriege kosteten Geld, Geldmangel schwächte das Heer, ein schwaches Heer lockte neue Angreifer an.

Das Ende im Westen

476 n. Chr. setzte der germanische Heerführer Odoaker den letzten Kaiser im Westen ab, den jungen Romulus Augustulus. Ostrom bestand noch fast 1000 Jahre weiter.

Fünf Ursachen

  • Das Reich war riesig, die Grenzen waren lang und schwer zu schützen.
  • Das Heer kostete viel Geld. Die Steuern stiegen, die Münzen verloren an Wert.
  • Machtkämpfe: Viele Kaiser regierten nur kurz, oft folgten Bürgerkriege.
  • Druck an den Grenzen: Hunnen, Goten und andere Völker drängten ins Reich.
  • Germanische Krieger kämpften für Rom – und bekamen immer mehr Macht.

Wichtige Daten (n. Chr.)

  1. Um 375: Die Hunnen dringen nach Westen vor, Goten fliehen ins Reich – Beginn der Völkerwanderung.
  2. 395: Das Reich wird endgültig in West und Ost geteilt.
  3. 410: Die Westgoten plündern die Stadt Rom.
  4. 476: Odoaker setzt den letzten Kaiser im Westen ab.

Ostrom mit der Hauptstadt Konstantinopel bestand bis 1453.

Typische Falle

  • Falsch: „Ein Reich geht durch eine einzige Schlacht unter.“ Ein römisches Heer verlor 378 n. Chr. bei Adrianopel gegen die Goten. Doch Westrom bestand danach noch fast 100 Jahre.
  • Die Ursachen hingen zusammen: Kriege kosteten Geld, Geldmangel schwächte das Heer, ein schwaches Heer lockte neue Angreifer an.
  • Vieles blieb: Latein, das römische Recht, Straßen und Städte. Viele Forscher sprechen darum lieber von einem langen Wandel als von einem Untergang.

Tipp

Ordne die fünf Ursachen im Heft nach ihrer Bedeutung und begründe in zwei Sätzen, warum deine erste die wichtigste ist. Hier gibt es kein festes Richtig – es zählt, wie gut du begründest.

Üben

5 Aufgaben
  1. Fünf Ursachen für das Ende Westroms: Ergänze.

    1. Hunnen, Goten und andere Völker drängten über die .
    2. Für das teure Heer verlangte der Staat höhere .
    3. Viele Kaiser regierten kurz, oft folgten .
    4. Die Grenzen waren lang und schwer zu .
    5. Germanische im Heer bekamen viel Macht.
  2. Rechne: Wie viele Jahre lagen dazwischen?

    1. Adrianopel (378) bis Ende Westroms (476): Jahre
    2. Plünderung Roms (410) bis Ende Westroms (476): Jahre
    3. Ende Westroms (476) bis Ende Ostroms (1453): Jahre
    4. Hat eine einzige Schlacht Westrom beendet?
  3. Wer oder was war das? Verbinde.

    • Hunnen
    • Westgoten
    • Odoaker
    • Ostrom
    • plünderten Rom 410
    • bestand bis 1453
    • Reitervolk aus dem Osten
    • setzte 476 den Kaiser ab
  4. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Das Weströmische Reich ging durch eine einzige Schlacht unter.
    2. Viele Ursachen wirkten zusammen und verstärkten sich.
    3. Nach 476 gab es im Osten weiter einen römischen Kaiser.
    4. Die Westgoten plünderten Rom im Jahr 476.
    5. Mit dem Ende Westroms verschwand auch die lateinische Sprache.
    6. Germanische Krieger kämpften auch im römischen Heer.
  5. Westrom oder Ostrom? Schreib das richtige Wort.

    1. Hauptstadt Konstantinopel:
    2. Endete 476, als der letzte Kaiser abgesetzt wurde:
    3. Bestand bis 1453:
    4. Die reichere Hälfte des Reiches:
    5. Dazu gehörten Italien, Gallien und Spanien:

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Eine Schlacht, und Rom war weg? Nein. Es dauerte Jahrhunderte.

Erklärung

Rom war riesig: von Britannien bis Ägypten. Ein Kaiser für alles. Tausende Kilometer Grenze, Tag und Nacht bewacht. Das braucht Soldaten. Soldaten kosten Sold, Waffen, Getreide. Das Heer war das Teuerste. Der Staat brauchte Geld. Er mischte weniger Silber in die Münzen.

Weniger Silber, weniger Wert. Ein Brot kostete bald dreimal so viel: Inflation. Streit um den Thron: In 50 Jahren über 20 Kaiser, viele ermordet. Heere kämpften gegeneinander statt an der Grenze: Bürgerkrieg. Ein Teufelskreis: Krieg kostet Geld, ohne Geld wird das Heer schwach.

Um 375 kommen die Hunnen. Goten fliehen ins Reich: die Völkerwanderung beginnt. 378 verliert Rom bei Adrianopel gegen die Goten. Westrom lebt trotzdem weiter. 395 wird das Reich geteilt: Westrom mit Rom, Ostrom mit Konstantinopel. Zwei Kaiser, zwei Hälften. Die reichere Hälfte lag im Osten.

Beispiele

Schritt für Schritt ins Ende. 410 plündern die Westgoten die Stadt Rom. Die Hauptstadt der Welt, ausgeraubt. Für die Römer ein Schock. Dann brechen Provinzen weg: Gallien, Spanien, Afrika. Steuern gehen mit. Ohne Provinzen keine Steuern: Die Kasse ist leer, der Sold bleibt aus.

Rom heuert germanische Krieger an. Bald bestimmen ihre Anführer, wer Kaiser wird. 476 setzt Odoaker den letzten Kaiser ab: den jungen Romulus Augustulus. Keine große Schlacht, kein brennendes Rom. Der Kaiserthron blieb einfach leer. Und Ostrom? Lebt weiter. Fast tausend Jahre, bis 1453.

Vieles blieb: Latein, Gesetze, Straßen, Städte. Kein Untergang, eher ein Wandel.

Dein Zug

Dein Zug: 378 verliert Rom bei Adrianopel. Wann endet Westrom? 476. Fast hundert Jahre später.

Zum Schluss

Fünf Ursachen: zu groß, teures Heer, leere Kasse, Thronstreit, Angriffe von außen. Merk dir: Kein Ende durch eine Schlacht. Viele Ursachen, über 200 Jahre. Zum Üben: Ordne die fünf Ursachen nach ihrer Bedeutung und begründe die erste. Nächste Frage: Was ist Inflation?

Danach

Geld · Neugier · ab Klasse 5 Was ist Inflation?

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