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Klasse 7 › Chemie › Stoffe und ihre Eigenschaften

Was ist das Teilchenmodell?

Chemie Klasse 7 Stoffe und ihre Eigenschaften

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Kurz gesagt

Das Teilchenmodell ist eine vereinfachte Vorstellung: Jeder Stoff besteht aus winzigen Teilchen, zwischen denen leerer Raum ist und die sich ständig bewegen. Ob ein Stoff fest, flüssig oder gasförmig ist, hängt von Abstand, Ordnung und Bewegung der Teilchen ab. Beim Erwärmen werden die Teilchen schneller und rücken auseinander – größer oder weicher werden sie nicht.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Alles besteht aus winzigen Teilchen

Das Teilchenmodell ist eine vereinfachte Vorstellung: Jeder Stoff besteht aus winzigen Teilchen, die man sich als Kugeln denkt. Die Teilchen eines Stoffes sind alle gleich, zwischen ihnen ist leerer Raum, und sie sind ständig in Bewegung. Je wärmer der Stoff, desto schneller bewegen sie sich. Ob ein Stoff fest, flüssig oder gasförmig ist, hängt davon ab, wie dicht und wie beweglich seine Teilchen sind.

Die drei Aggregatzustände

  • Fest: Teilchen dicht und regelmäßig geordnet, schwingen nur an ihrem Platz.
  • Flüssig: Teilchen dicht, aber ungeordnet, gleiten aneinander vorbei.
  • Gasförmig: große Abstände, Teilchen fliegen schnell und frei durch den Raum.

Die Übergänge

  • fest → flüssig: schmelzen; zurück: erstarren
  • flüssig → gasförmig: verdampfen; zurück: kondensieren
  • fest → gasförmig: sublimieren; zurück: resublimieren

Typische Falle

  • Falsch: Die Teilchen selbst werden beim Erwärmen größer und weicher.
  • Richtig: Die Teilchen bleiben gleich, nur ihre Bewegung wird schneller und die Abstände werden größer.
  • Darum dehnt sich ein Stoff beim Erwärmen aus.

Das Modell erklärt den Alltag

  • Parfum verteilt sich im Raum: Die Teilchen wandern von selbst (Diffusion).
  • In heißem Tee verteilt sich die Farbe schneller als in kaltem.
  • Gase lassen sich zusammendrücken, weil zwischen den Teilchen viel Platz ist.

Tipp

Denk an eine Schulklasse: im Unterricht fest auf den Plätzen, in der Pause dicht durcheinander im Flur, beim Sportfest weit verteilt auf dem Platz – die Kinder bleiben dieselben.

Üben

3 Aufgaben
  1. Fest, flüssig oder gasförmig? Schreib den Zustand.

    1. Teilchen dicht, regelmäßig geordnet, schwingen am Platz:
    2. Teilchen weit auseinander, fliegen schnell durch den Raum:
    3. Teilchen dicht, aber ungeordnet, gleiten aneinander vorbei:
    4. Wasserdampf über dem kochenden Topf:
    5. Ein Eiswürfel im Gefrierfach:
  2. Wie heißt der Übergang?

    1. Butter wird in der Pfanne flüssig:
    2. Am kalten Spiegel im Bad bilden sich Tropfen:
    3. Eine Pfütze trocknet in der Sonne:
    4. Wasser wird im Gefrierfach zu Eis:
    5. Nasse Wäsche trocknet bei Frost, ohne vorher aufzutauen:
  3. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Beim Erwärmen werden die Teilchen größer.
    2. In warmem Wasser verteilt sich Tinte schneller als in kaltem.
    3. Beim Schmelzen entstehen neue Teilchen.
    4. Luft in einer Spritze lässt sich zusammendrücken.
    5. Den Duft eines Parfums riecht man bald im ganzen Zimmer, auch ohne Wind.

Auf dem Blatt gibt es noch eine Aufgabe zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Beim Erwärmen werden Teilchen größer und weicher? Leider falsch.

Erklärung

Stell dir vor, jeder Stoff besteht aus winzigen Kugeln: den Teilchen. Echte Teilchen sind keine Kugeln. Das Bild ist ein Modell, eine Vereinfachung. Drei Regeln: gleiche Teilchen, leerer Raum dazwischen, immer in Bewegung. Fest: Die Teilchen sitzen dicht und geordnet. Sie zittern nur am Platz.

Flüssig: noch dicht, aber ungeordnet. Sie gleiten aneinander vorbei. Gasförmig: große Abstände. Die Teilchen fliegen schnell und frei herum. Erwärmst du einen festen Stoff, schwingen seine Teilchen immer schneller. Schnellere Teilchen brauchen mehr Platz. Darum dehnt sich der Stoff aus.

Die Teilchen selbst bleiben gleich: gleich groß und gleich viele. Gegenprobe: Ein Teilchen allein ist nie weich. Weich macht die lockere Ordnung. Aus Eis wird Wasser, aus Wasser Dampf. Und alles geht auch zurück. Schmelzen, Erstarren, Verdampfen, Kondensieren. Fest direkt zu Gas: Sublimieren.

Beispiele

Ein Teebeutel färbt heißes Wasser viel schneller als kaltes. Warum? Heiße Teilchen sind schneller und tragen die Farbe rascher fort. Dieses Verteilen von selbst heißt Diffusion. Wie Duft im ganzen Zimmer. Ein Luftballon im Kühlschrank schrumpft. Werden die Teilchen kleiner?

Nein: Sie werden langsamer und stoßen seltener gegen die Hülle. Im Sommer wird eine Stahlbrücke länger. Darum hat sie Dehnungsfugen. Die Teilchen schwingen stärker und brauchen mehr Platz. Größer werden sie nicht. Luft in einer Spritze lässt sich zusammendrücken. Zwischen Gasteilchen ist viel Platz.

Dieselben Teilchen dreimal. Es ändern sich nur Ordnung, Abstand und Tempo.

Dein Zug

Dein Zug: Ein Eisenstab wird heiß. Werden seine Teilchen größer? Nein, nur schneller.

Zum Schluss

Fest, flüssig, gasförmig: Es ändern sich Abstand, Ordnung und Bewegung. Merk dir: Beim Erwärmen werden Teilchen schneller, nicht größer. Zum Üben: Zeichne dieselben Teilchen dreimal. Fest, flüssig und gasförmig. Nächste Frage: Wo ist der Zucker hin, wenn er sich im Tee auflöst?

Danach

Chemie · Klasse 7 Wo ist der Zucker hin, wenn er sich im Tee auflöst?

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