Klasse 6 › Geschichte › Von der Steinzeit bis Rom
Was ist eine Polis?
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Das antike Griechenland war kein einheitlicher Staat, sondern bestand aus Hunderten Stadtstaaten, den Poleis, jede mit eigenen Gesetzen, eigener Regierung und eigenem Heer. In Athen entstand die Demokratie mit einer Volksversammlung, in Sparta wurden Jungen schon als Kinder zu Soldaten erzogen. Gemeinsam hatten alle Griechen ihre Sprache, ihre Götter und die Olympischen Spiele.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Eine Stadt ist ein Staat
Das antike Griechenland war kein einheitlicher Staat. Es bestand aus Hunderten Stadtstaaten, den Poleis (Einzahl: Polis). Eine Polis war eine Stadt mit ihrem Umland – mit eigenen Gesetzen, eigener Regierung und eigenem Heer. In ihrer Mitte lag die Agora, der Marktplatz, oft auch eine Akropolis, ein Burgberg mit Tempeln.
Athen
- Hafenstadt mit großer Flotte und viel Handel
- Hier entstand die Demokratie: Die Bürger stimmten in der Volksversammlung ab.
- Jungen aus reichen Familien lernten Lesen, Musik und Sport.
- Frauen blieben meist im Haus.
Sparta
- Zwei Könige und ein Rat der Alten
- Jungen kamen mit etwa sieben Jahren in Gruppen und wurden zu Soldaten erzogen.
- Auch Mädchen trieben Sport.
- Unfreie, die Heloten, mussten die Felder bestellen.
Typische Falle
- Falsch: „Griechenland war ein Land mit einer Hauptstadt.“ Es gab Hunderte Poleis – Athen und Sparta führten sogar Krieg gegeneinander.
- Gemeinsam hatten die Griechen ihre Sprache, ihre Götter, das Orakel von Delphi und die Olympischen Spiele. Sie nannten sich Hellenen.
- Wurde das Land knapp, gründeten Griechen neue Poleis am Mittelmeer und am Schwarzen Meer, sogenannte Kolonien – etwa Massalia, das heutige Marseille.
Tipp
Stell dir eine Polis wie eine Stadt vor, die zugleich ein eigenes Land ist. Die Menschen fühlten sich zuerst als Athener oder Spartaner – und erst dann als Griechen.
Üben
5 Aufgaben
Athen oder Sparta? Schreib den Namen der Polis.
- Hier regierten zwei Könige:
- Hier entstand die Demokratie:
- Mit sieben kamen Jungen in Soldatengruppen:
- Große Flotte, viel Handel über das Meer:
- Heloten bestellten als Unfreie die Felder:
- Jungen aus reichen Familien lernten Lesen und Musik:
Stimmt das? Kreuz an.
- Griechenland war ein Staat mit der Hauptstadt Athen.
- Jede Polis hatte ihre eigenen Gesetze.
- Athen und Sparta führten auch Krieg gegeneinander.
- Die Griechen sprachen eine Sprache und verehrten dieselben Götter.
- Zu einer Polis gehörte nur die Stadt, ohne Felder und Dörfer.
- Marseille wurde von Griechen gegründet.
Was bedeuten die Wörter? Verbinde.
- Polis
- Agora
- Akropolis
- Hellenen
- Kolonie
- Name aller Griechen
- Stadtstaat
- neue Stadt übers Meer
- Burgberg mit Tempeln
- Marktplatz
Wer spricht hier? Lies und schreib Athen oder Sparta.
- Ein Junge erzählt: „Mit sieben kam ich aus meinem Elternhaus in eine Gruppe. Wir lernen kämpfen und Hunger aushalten.“ Er lebt in .
- Ein Händler erzählt: „Unsere Schiffe bringen Getreide übers Meer, im Hafen ist immer etwas los.“ Er lebt in .
- Ein Bürger erzählt: „Morgen stimme ich in der Volksversammlung über einen Krieg ab.“ Er lebt in .
- Ein Mädchen erzählt: „Heute laufe und ringe ich mit den anderen Mädchen um die Wette.“ Es lebt in .
- Ein Unfreier erzählt: „Ich bestelle die Felder, damit die Krieger nicht arbeiten müssen.“ Er lebt in .
Was verband alle Griechen? Verbinde.
- Sprache
- Götter
- Orakel
- Spiele
- Weissagungen in Delphi
- alle sprachen Griechisch
- alle vier Jahre in Olympia
- Zeus und die anderen Götter
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Griechenland war ein Land mit der Hauptstadt Athen? Damals nicht.
Erklärung
Das alte Griechenland bestand aus Hunderten kleiner Staaten. So ein Stadtstaat heißt Polis. In der Mehrzahl: Poleis. Eine Polis ist eine Stadt mit ihrem Umland: Dörfer, Felder, Weiden. Jede Polis hat eigene Gesetze, eine eigene Regierung und ein eigenes Heer.
Also eine Stadt, die zugleich ein eigenes Land ist. In ihrer Mitte liegt die Agora, der Marktplatz. Oft auch eine Akropolis: ein Burgberg mit Tempeln. Warum so viele? Gebirge und Meer trennten die Täler und Inseln voneinander.
Man war zuerst Athener oder Spartaner, erst dann Grieche. Athen und Sparta führten sogar Krieg gegeneinander. Ein Land? Sicher nicht. Gemeinsam hatten sie Sprache, Götter, das Orakel von Delphi und Olympia. Und einen gemeinsamen Namen: Alle Griechen nannten sich Hellenen.
Beispiele
Zwei Poleis im Vergleich. Athen: Hafenstadt mit großer Flotte und viel Handel. In Athen entstand die Demokratie: Die Bürger stimmten in der Volksversammlung ab. Jungen aus reichen Familien lernten Lesen, Musik und Sport. Frauen blieben meist im Haus. Mitbestimmen durften sie nicht.
Ganz anders Sparta. Hier regierten zwei Könige und ein Rat der Alten. Mit etwa sieben Jahren wurden Jungen in Gruppen zu Soldaten erzogen. Sie lernten kämpfen und Hunger aushalten. In Sparta ging das Heer vor. Auch Mädchen trieben Sport. Die Felder bestellten Unfreie: die Heloten.
Wurde das Land knapp, gründeten Griechen neue Poleis übers Meer: Kolonien. Am Mittelmeer und am Schwarzen Meer. Massalia etwa ist das heutige Marseille.
Dein Zug
Dein Zug: Ein Athener reist nach Sparta. Gelten dort Athens Gesetze? Nein, Sparta hat eigene.
Zum Schluss
Athen: Volksversammlung, Handel, Flotte. Sparta: zwei Könige und Soldatenerziehung. Merk dir: Griechenland war kein Staat, sondern Hunderte Poleis mit eigenen Gesetzen. Zum Üben: Vergleich Athen und Sparta in vier Punkten. Nächste Frage: War Athen wirklich eine Demokratie?
Danach




