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Klasse 6 › Deutsch › Lesen, Literatur, Medien

Wie halte ich ein Referat, ohne abzulesen?

Deutsch Klasse 6 Lesen, Literatur, Medien

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Kurz gesagt

Ein Referat sprichst du frei, mit Blick ins Publikum – dabei helfen Stichwortkarten, auf denen je Karte nur ein Gedanke in wenigen Wörtern steht. Wichtig sind eine klare Gliederung aus Einleitung, Hauptteil und Schluss sowie lautes Üben vorher. Wer sich alles als ganzen Text aufschreibt, liest am Ende doch ab – nur Zahlen, Namen und Zitate notierst du genau.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Frei sprechen mit Stichworten

Ein Referat ist kein Vorlesen. Du sprichst frei und schaust dein Publikum an. Dabei helfen dir Stichwortkarten: Auf jeder steht nur ein Gedanke in wenigen Wörtern. Den Rest weißt du, weil du geübt hast.

Sechs Karten für ein Referat über den Igel

  • Einstieg
  • Aussehen
  • Nahrung
  • Feinde
  • Winter
  • Schluss

So bereitest du dich vor

  1. Gliederung: Einleitung, Hauptteil, Schluss.
  2. Stichwortkarten: eine Karte je Gedanke, nummeriert.
  3. Üben: laut, vor dem Spiegel oder vor anderen.
  4. Vortragen: langsam, laut, mit Blick ins Publikum.

Auf die Karte kommen Stichworte, keine ganzen Sätze.

Typische Falle

  • Wer alles aufschreibt, ist nicht automatisch gut vorbereitet.
  • Mit einem ganzen Text in der Hand liest du am Ende doch ab.
  • Gut vorbereitet ist, wer frei darüber sprechen kann.
  • Nur Zahlen, Namen und Zitate schreibst du genau auf.

Tipp

Sprich dein Referat einmal laut vor dem Spiegel und stopp die Zeit. Wo du hängen bleibst, fehlt ein Stichwort – kein ganzer Satz.

Üben

4 Aufgaben
  1. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Wer alles Wort für Wort aufschreibt, ist am besten vorbereitet.
    2. Auf eine Stichwortkarte gehören nur wenige Wörter.
    3. Beim Vortrag schaust du möglichst oft ins Publikum.
    4. Je schneller du sprichst, desto besser wirkt das Referat.
    5. Die Karten nummerierst du, damit die Reihenfolge stimmt.
    6. Üben kannst du dir sparen, wenn der Text gut geschrieben ist.
  2. In welchen Teil des Referats gehört die Karte? Schreib Einleitung, Hauptteil oder Schluss.

    1. Einstieg: Frage – Igel schon gesehen?
    2. Nahrung: Käfer, Würmer, Schnecken
    3. Zusammenfassung, Fragen der Klasse
    4. Thema und Gliederung vorstellen
    5. Winterschlaf: Nov. bis März, Laubhaufen
    6. Danke fürs Zuhören
  3. Ist das eine gute Stichwortkarte für den Vortrag? Kreuz an.

    1. Nahrung: Käfer, Würmer, Schnecken
    2. Igel fressen vor allem Käfer, Würmer und Schnecken.
    3. Lebensraum: Hecken, Gärten, Waldrand
    4. Igel leben gern in Hecken, in Gärten und am Waldrand.
    5. Winterschlaf: Nov. bis März, Laubhaufen
    6. Zu den Feinden des Igels gehören der Uhu und der Dachs.
  4. Warum hilft das beim Vortragen? Verbinde.

    • laut
    • langsam
    • Blick
    • Pause
    • Alle kommen mit.
    • Das Wichtige wirkt nach.
    • Die letzte Reihe hört dich.
    • Alle fühlen sich angesprochen.

Auf dem Blatt gibt es noch 4 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Alles aufschreiben heißt gut vorbereitet? Genau das ist der Fehler.

Erklärung

Mit ganzem Text in der Hand liest du am Ende doch ab. Ein Referat ist kein Vorlesen: Du sprichst frei und schaust hin. Dabei helfen Stichwortkarten: auf jeder nur ein Gedanke in wenigen Wörtern. Beispiel Igel, sechs Karten. Einstieg, Aussehen, Nahrung, Feinde, Winter, Schluss.

Vorher die Gliederung: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Eine gute Karte: Winter, Winterschlaf, Laubhaufen. Kein ganzer Satz. Die Karten sind nummeriert, dann kommst du nie durcheinander. Genau notiert werden nur Zahlen, Namen und Zitate.

Dann üben: laut, vor dem Spiegel oder vor anderen. Stopp dabei die Zeit. Wo du hängen bleibst, fehlt ein Stichwort. Beim Vortrag zählen drei Dinge: ruhiges Tempo, kräftige Stimme, Blick ins Publikum. Gegenprobe: Wer abliest, schaut aufs Blatt. Das Publikum fühlt sich nicht angesprochen.

Ein guter Einstieg macht neugierig, zum Beispiel mit einer Frage.

Beispiele

Zweites Beispiel: ein Referat über Pinguine. Aus Sätzen werden Karten. Im Buch: Kaiserpinguine sind die größte Art, bis einen Meter zwanzig. Auf die Karte: Kaiserpinguin, größte Art, einen Meter zwanzig. Die Zahl schreibst du genau auf, die merkt sich keiner.

Die Gliederung: Einstieg, wo sie leben, Futter, Größe und Schluss. Karte zwei: Süden, Eis und Meer. Pinguine leben nicht am Nordpol. Karte drei: Fische und Krill. Mehr steht da nicht. Einstieg mit Frage: Wer weiß, welcher Vogel nicht fliegen kann, aber schwimmt?

Jetzt vortragen: Karte in der Hand, Blick ins Publikum, frei erzählt. Probe vor dem Spiegel: fünf Minuten, ohne abzulesen. Geschafft!

Dein Zug

Dein Zug: Eine Karte mit ganzem Satz. Gut? Nein, besser: fliegt nicht, schwimmt.

Zum Schluss

Ablesen heißt Blick aufs Blatt, frei sprechen heißt Blick ins Publikum. Merk dir: Stichworte statt Sätze, laut üben, frei sprechen. Zum Üben: Sechs Stichwortkarten, kein ganzer Satz, einmal laut vor dem Spiegel. Nächste Frage: Wie verstehe ich einen Text, den ich nicht verstehe?

Danach

Deutsch · Klasse 6 Wie verstehe ich einen Text, den ich nicht verstehe?

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