Klasse 6 › Geschichte › Von der Steinzeit bis Rom
Warum wurde aus der Republik ein Kaiserreich?
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Roms Republik mit ihren jährlich wechselnden Beamten war für eine Stadt gemacht, nicht für das riesige eroberte Reich, deshalb stritten rund hundert Jahre lang Politiker und Feldherren um die Macht, bis hin zu Bürgerkriegen. Am Ende setzte sich Octavian durch und erhielt vom Senat den Namen Augustus. Er ließ Senat und Ämter zwar bestehen, befehligte aber das Heer und hatte das letzte Wort.
Das Wichtigste zum Nachlesen
2 Min. Lesen
Hundert Jahre Krise
Rom hatte mit seinen Heeren fast den ganzen Mittelmeerraum erobert. Doch die Republik mit ihren Jahresbeamten war für eine Stadt gemacht, nicht für ein riesiges Reich. Rund hundert Jahre lang stritten Politiker und Feldherren um die Macht – bis hin zu Bürgerkriegen.
Am Ende steht ein Kaiser
Augustus nannte sich nicht König, sondern Princeps: erster Bürger. Senat, Ämter und Wahlen blieben – aber er befehligte das Heer und hatte das letzte Wort.
Ursachen
- Das Reich war riesig. Viele Statthalter bereicherten sich in den Provinzen.
- Arm und Reich: Viele Kleinbauern verloren im Krieg ihre Höfe. Reiche kauften das Land und ließen Sklaven arbeiten.
- Die Soldaten waren oft Besitzlose. Sie hielten zu ihrem Feldherrn, der ihnen Land versprach – nicht zum Staat.
- Reformen scheiterten, Feldherren kämpften gegeneinander: Bürgerkriege.
Der Weg zum Kaiser
- 49 v. Chr.: Caesar führt sein Heer über den Rubikon nach Italien – Bürgerkrieg.
- 44 v. Chr.: Caesar ist Diktator auf Lebenszeit. Senatoren ermorden ihn.
- 31 v. Chr.: Sein Adoptivsohn Octavian besiegt Antonius und Kleopatra.
- 27 v. Chr.: Der Senat gibt Octavian den Namen Augustus, „der Erhabene“.
Augustus nannte sich nicht König, sondern Princeps: erster Bürger.
Typische Falle
- Falsch: „Ein Mann hat einfach die Macht an sich gerissen.“ Die Republik zerbrach in rund hundert Jahren Krise, nicht an einem Tag.
- Caesar griff nach der Alleinherrschaft – und wurde ermordet. Die Republik kam trotzdem nicht zurück: Es folgte ein neuer Bürgerkrieg.
- Augustus ließ Senat, Ämter und Wahlen bestehen. Aber er befehligte das Heer und hatte das letzte Wort.
- Nach den Bürgerkriegen wünschten sich viele vor allem Frieden. Den brachte Augustus – deshalb nahmen sie seine Herrschaft hin.
Tipp
Merk dir drei Ursachen in drei Stichworten: Reich zu groß, Arm gegen Reich, Heer hört auf den Feldherrn. Bei „Warum“-Fragen in Geschichte gibt es fast immer mehrere Ursachen.
Üben
5 Aufgaben
Ursachen für das Ende der Republik: Ergänze die Sätze.
- Für Jahresbeamte war das Reich zu geworden.
- Reiche kauften Bauernland und ließen arbeiten.
- Die Soldaten hielten zu ihrem , nicht zum Staat.
- Feldherren kämpften gegeneinander: Es gab .
Wann war das? Nummeriere von 1 (am frühesten) bis 5 (am spätesten).
- Octavian besiegt Antonius und Kleopatra (31 v. Chr.):
- Caesar wird ermordet (44 v. Chr.):
- Augustus stirbt (14 n. Chr.):
- Caesar führt sein Heer nach Italien (49 v. Chr.):
- Octavian bekommt den Namen Augustus (27 v. Chr.):
Wer oder was war das? Verbinde.
- Caesar
- Augustus
- Princeps
- Kleopatra
- Königin von Ägypten
- erster Bürger
- Diktator, 44 v. Chr. ermordet
- erster Kaiser Roms
Stimmt das? Kreuz an.
- Ein einziger Mann hat die Republik an einem Tag abgeschafft.
- Die Krise der Republik dauerte rund hundert Jahre.
- Caesar wurde von Senatoren ermordet.
- Nach Caesars Tod kehrte die alte Republik zurück.
- Augustus ließ sich König nennen.
- Unter Augustus gab es weiter einen Senat.
Was folgte daraus? Verbinde Ursache und Folge.
- Rom erobert Land rund ums Mittelmeer
- Die Höfe der Bauern verfallen
- Besitzlose werden Berufssoldaten
- Feldherren haben eigene treue Heere
- Nach den Bürgerkriegen wollen alle Frieden
- sie kämpfen gegeneinander: Bürgerkrieg
- Kleinbauern sind jahrelang im Krieg
- man nimmt die Herrschaft des Augustus hin
- sie halten zum Feldherrn, der Land verspricht
- Reiche kaufen das Land, Sklaven arbeiten dort
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Ein Mann riss einfach die Macht an sich? Von wegen.
Erklärung
Fast 500 Jahre regierten in Rom der Senat und jährlich gewählte Beamte. Die Regeln passten zu einer Stadt, nicht zu einem Reich. Rom wuchs. Sizilien, Spanien, Nordafrika: Rom eroberte Land um Land rund ums Mittelmeer. Ursache eins: Das Reich war riesig, aber die Beamten wechselten jedes Jahr.
Ursache zwei: Kleinbauern zogen jahrelang in den Krieg. Ihre Höfe verfielen. Reiche kauften das Land auf. Auf ihren riesigen Gütern arbeiteten Sklaven. Die Bauern zogen nach Rom: arm, ohne Arbeit, aber mit Stimmrecht. Ursache drei: Wer nichts besaß, wurde Berufssoldat. Der Feldherr versprach ihm Land.
Die Soldaten hielten zu ihrem Feldherrn, nicht zum Senat. Feldherren mit eigenem Heer kämpften gegeneinander: Bürgerkrieg. Immer wieder. Rund hundert Jahre Krise: von 133 bis 30 vor Christus. Gegenprobe: Ohne treues Heer und arme Massen hätte das kein Mann geschafft.
Beispiele
Beispiel Caesar: Als Feldherr erobert er Gallien. Sein Heer hält zu ihm. 49 vor Christus führt er sein Heer über den Grenzfluss Rubikon: Bürgerkrieg. Er siegt und wird 44 vor Christus Diktator auf Lebenszeit. Senatoren fürchten einen König. Am fünfzehnten März 44 ermorden sie ihn.
Die Republik gerettet? Nein. Ein neuer Bürgerkrieg beginnt. Caesars Adoptivsohn Octavian besiegt 31 vor Christus Antonius und Kleopatra. 27 vor Christus gibt ihm der Senat den Ehrennamen Augustus: der Erhabene. Kein König, sondern Princeps: erster Bürger. Senat und Wahlen bleiben.
Aber: Er befehligt das Heer, bezahlt die Soldaten, hat das letzte Wort. Die Republik ist nur noch Fassade. Doch die Römer wollen endlich Frieden.
Dein Zug
Dein Zug: Warum hielten die Soldaten zu ihrem Feldherrn? Er versprach ihnen Land und Sold.
Zum Schluss
Also: Reich zu groß, Arm gegen Reich, Heer beim Feldherrn. Daraus: Bürgerkrieg. Merk dir: Die Republik zerbrach an vielen Ursachen, nicht an einem Mann. Zum Üben: Nenn drei Ursachen für das Ende der Republik. Nächste Frage: Wie lebte ein Kind im alten Rom?
Danach






