Klasse 6 › Geschichte › Von der Steinzeit bis Rom
Wie lebte ein Kind im alten Rom?
Beim Abspielen lädt der Player von YouTube (youtube-nocookie.com). Details in der Datenschutzerklärung.
Das kam auf das Stockwerk an: Die meisten Kinder in Rom wohnten eng in Mietshäusern, den Insulae, ohne Küche und fließendes Wasser – Villen mit eigenem Bad hatten nur wenige. Zur Schule ging, wessen Eltern zahlen konnten; dort schrieb man mit dem Griffel auf Wachstafeln. Arme Kinder arbeiteten mit, Sklaven gehörten zum Alltag. Gebadet wurde in den Thermen, gespielt mit Nüssen, Würfeln und Reifen.
Das Wichtigste zum Nachlesen
2 Min. Lesen
Ein Tag in Rom
Ein Kind in Rom stand bei Sonnenaufgang auf. Wo es wohnte, entschied das Stockwerk: Die meisten Familien lebten eng zur Miete in Mietshäusern, den Insulae. Oben gab es keine Küche und kein Wasser. Villen mit Innenhof und eigenem Bad hatten nur wenige.
In der Schule
Konnten die Eltern zahlen, ging ein Kind ab etwa sieben Jahren in den Ludus und lernte Lesen, Schreiben und Rechnen. Geschrieben wurde mit einem Griffel auf einer Wachstafel, gerechnet mit Steinchen auf dem Abakus. Der Lehrer strafte oft mit dem Stock. Eine Schulpflicht gab es nicht: Viele arme Kinder arbeiteten mit.
Nach der Schule
- Kinder spielten mit Nüssen, Puppen, Kreiseln, Reifen und Knöchelchen.
- Wasser holten viele am öffentlichen Brunnen.
- Zum Baden ging man in die Thermen, die öffentlichen Bäder.
- Abends gab es oft Getreidebrei, Brot und Gemüse. Licht gab eine Öllampe.
Typische Falle
- Falsch: „Alle Römer lebten in Villen mit Bad.“ Die meisten Menschen in Rom wohnten zur Miete in Mietshäusern mit mehreren Stockwerken, den Insulae.
- Oben war es eng und billig. Es gab kein fließendes Wasser und keine Toilette, Brände waren häufig.
- Nur Reiche hatten ein Stadthaus mit Innenhof oder ein Landgut mit Villa – oft mit eigenem Bad.
Am Rand des Reiches
- Zwischen Rhein und Donau schützte der Limes das Reich: Palisaden, Gräben, Wachtürme und Kastelle, rund 550 km lang.
- Die Römer gründeten Städte wie Köln, Trier, Mainz und Augsburg.
- Viele Menschen in den Provinzen übernahmen Sprache, Kleidung und Bauweise der Römer. Das nennt man Romanisierung.
- Aus dem Latein stammen Wörter wie Mauer, Fenster, Keller und Wein.
Tipp
Vergleich deinen Tag mit dem eines Kindes in Rom: Wann stehst du auf, wo lernst du, womit schreibst und spielst du? Schreib für euch beide je drei Sätze ins Heft.
Üben
4 Aufgaben
Arm oder reich? Schreib arm oder reich.
- Mietshaus, oben:
- eigenes Bad:
- Brunnenwasser:
- Landgut:
- Kinderarbeit:
- ein Hauslehrer:
Stimmt das? Kreuz an.
- Alle Römer lebten in Villen mit eigenem Bad.
- Die meisten Menschen in Rom wohnten in Mietshäusern.
- Im alten Rom mussten alle Kinder zur Schule gehen.
- Viele Kinder armer Familien mussten mitarbeiten.
- Oben in den Mietshäusern gab es fließendes Wasser.
- In den Thermen konnten auch einfache Leute baden.
Am Rand des Reiches: Ergänze. Die Wörter in „…“ sind Latein.
- Die Grenze zwischen Rhein und Donau hieß .
- Aus „murus“ wurde .
- Aus „fenestra“ wurde .
- Aus „cellarium“ wurde .
- Aus „vinum“ wurde .
Damals in Rom – und heute bei dir. Verbinde.
- Wachstafel
- Abakus
- Thermen
- Ludus
- Öllampe
- Grundschule
- Heft
- elektrisches Licht
- Schwimmbad
- Taschenrechner
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Alle Römer in Villen mit Bad? Die meisten wohnten ganz anders.
Erklärung
Aufstehen mit der Sonne, ein Stück Brot – und los. Wo es wohnte, entschied das Stockwerk. Fast alle lebten in Mietshäusern: Insulae. Ganz oben: eng, billig, keine Küche, kein Wasser. Je höher, desto ärmer. Unten und draußen: die Villa mit Innenhof, dem Atrium. Manche mit Bad.
Eine alte Stadtliste zählt in Rom 46.000 Mietshäuser und nur 1.800 Stadthäuser. Schule? Nur, wenn die Eltern zahlten. Ab sieben, im Ludus am Markt. Geschrieben wurde mit dem Griffel in Wachs, gerechnet mit dem Abakus. Lesen, Schreiben, Rechnen. Und wer Fehler machte, bekam den Stock.
Arme Kinder gingen nicht zur Schule. Sie arbeiteten: Werkstatt, Laden, Feld, Wasser. Sklaven waren Alltag. Etwa jeder dritte Mensch in Italien gehörte jemandem. Eigenes Bad? Kaum jemand. Baden ging man in die Thermen, fast umsonst. Gespielt wurde auf der Straße: mit Nüssen, Würfeln und einem Reifen.
Beispiele
Zwei Kinder, ein Tag: sie in der Villa, er im vierten Stock. Morgens lernt sie mit dem Hauslehrer. Er schleppt Wasser vom Brunnen hoch. Mittags: Sie isst Brot und Oliven, er Brei von der Garküche. Nachmittags hilft er in Vaters Werkstatt. Sie übt Flöte und Nähen.
Später treffen sich beide in den Thermen. Dort baden Arme und Reiche. Danach Nüsse werfen auf der Straße. Wer den Haufen trifft, gewinnt. Abends: bei ihr Öllampe und Bett. Bei ihm dunkel, Feuer ist gefährlich. Nicht nur in Rom: Auch in Köln, Trier, Mainz lebten Kinder römisch.
Dahinter die Grenze: der Limes. 550 Kilometer Wall, Graben und Wachtürme. Die Menschen dort übernahmen Sprache, Kleidung und Bauweise der Römer. Romanisierung. Aus murus wurde Mauer, aus fenestra Fenster, aus vinum Wein. Bis heute.
Dein Zug
Dein Zug: Ein Kind wohnt im sechsten Stock. Arm oder reich? Arm – je höher, desto ärmer.
Zum Schluss
So ging ein Tag: aufstehen, lernen oder arbeiten, Thermen, spielen, schlafen. Merk dir: Die meisten Kinder Roms wohnten im Mietshaus, wenige in Villen. Zum Üben: Vergleich einen Tag als Kind in Rom mit deinem Tag. Nächste Frage: Warum ging das Römische Reich unter?
Danach






