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Klasse 6 › Geschichte › Von der Steinzeit bis Rom

Wer regierte Rom, als es noch keinen Kaiser gab?

Geschichte Klasse 6 Von der Steinzeit bis Rom

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Kurz gesagt

Rom wurde nach der Vertreibung der Könige eine Republik: Beamte wurden jedes Jahr neu gewählt, der Senat beriet sie, die Volksversammlung beschloss Gesetze. An der Spitze standen zwei Konsuln, die sich gegenseitig stoppen konnten. Volkstribunen schützten mit ihrem Veto die Plebejer vor Senat und Beamten.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Herrschaft auf Zeit

Nach der Überlieferung vertrieben die Römer um 500 v. Chr. ihren letzten König. Danach sollte nie wieder einer allein herrschen. Rom wurde eine Republik – von lateinisch „res publica“, die öffentliche Sache.

Wer bestimmte mit?

Beamte wurden jedes Jahr neu gewählt, der Senat beriet sie, die Volksversammlung wählte und beschloss Gesetze. An der Spitze standen zwei Konsuln.

Die Ämterlaufbahn

  1. Quästor: verwaltete die Staatskasse.
  2. Ädil (nicht Pflicht): sorgte für Märkte, Straßen und Spiele.
  3. Prätor: leitete die Gerichte.
  4. Konsul: führte Staat und Heer – das höchste Amt.

Jedes Amt dauerte ein Jahr und brachte keinen Lohn.

Wer kontrollierte wen?

  • Es gab immer zwei Konsuln. Jeder konnte den anderen stoppen.
  • Nach einem Jahr war Schluss, dann wählte die Volksversammlung neu.
  • Volkstribunen schützten die Plebejer. Mit „Veto“ – „ich verbiete“ – stoppten sie Beamte und Senat.
  • Der Senat beriet die Beamten. Dort saßen vor allem ehemalige Beamte, auf Lebenszeit.

Typische Falle

  • Falsch: „Rom hatte immer einen Kaiser.“ Erst regierten Könige, dann fast 500 Jahre lang die Republik. Der erste Kaiser, Augustus, herrschte ab 27 v. Chr.
  • Ständekampf: Anfangs bekamen nur Patrizier, die alten Adelsfamilien, die hohen Ämter. Die Plebejer – die übrigen Bürger, meist Bauern, Handwerker und Händler – kämpften lange um mehr Rechte.
  • Sie erreichten Volkstribunen, aufgeschriebene Gesetze (das Zwölftafelgesetz, um 450 v. Chr.) und später das Recht, selbst Konsul zu werden.
  • Mitbestimmen durften nur Männer mit Bürgerrecht – Frauen und Sklaven nicht.

Tipp

Zeichne die Ämterlaufbahn als Treppe mit vier Stufen ins Heft und schreib an jede Stufe, was der Beamte tat. Zeichne dann Pfeile: Wer konnte wen stoppen?

Üben

5 Aufgaben
  1. Welches Amt hatte welche Aufgabe? Verbinde.

    • Quästor
    • Ädil
    • Prätor
    • Konsul
    • Gerichte
    • Staat und Heer führen
    • Staatskasse
    • Märkte, Straßen, Spiele
  2. Ämterlaufbahn und Kontrolle: Ergänze.

    1. Die unterste Stufe der Ämterlaufbahn war der .
    2. Das höchste Amt hatte der .
    3. Konsuln gab es immer zugleich.
    4. Ein Amt dauerte nur Jahr.
    5. Mit seinem konnte ein Volkstribun Beamte stoppen.
  3. Patrizier oder Plebejer? Schreib das richtige Wort.

    1. die alten Adelsfamilien:
    2. meist Bauern, Handwerker und Händler:
    3. hatten anfangs allein die hohen Ämter:
    4. bekamen Volkstribunen zu ihrem Schutz:
    5. kämpften darum, Konsul werden zu dürfen:
  4. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Rom hatte immer einen Kaiser.
    2. Nach der Überlieferung regierten in Rom zuerst Könige.
    3. Ein Konsul blieb im Amt, solange er wollte.
    4. Die Beamten bekamen für ihr Amt einen hohen Lohn.
    5. Mit dem Zwölftafelgesetz wurden Gesetze aufgeschrieben.
    6. Im Senat saßen vor allem ehemalige Beamte.
  5. Wer tat was in der Republik? Verbinde.

    • Konsuln
    • Senat
    • Volksversammlung
    • Volkstribun
    • Bürger wählen Beamte und beschließen Gesetze
    • zu zweit an der Spitze, jeder kann den anderen stoppen
    • schützt die Plebejer mit seinem Veto
    • frühere Beamte, beraten auf Lebenszeit

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Rom hatte immer einen Kaiser? Fast 500 Jahre lang: nein!

Erklärung

Erst regierten Könige. Um 500 vor Christus vertrieben die Römer den letzten. Dann kam die Republik: fast 500 Jahre ohne König und ohne Kaiser. Res publica heißt: die öffentliche Sache. Die Sache aller, nicht eines Einzelnen. Ihr Trick: Macht wird geteilt, und Macht gilt nur auf Zeit.

An der Spitze: zwei Konsuln, nicht einer. Sie führten Staat und Heer. Jeder konnte den anderen stoppen. Das Wort dafür: Veto, ich verbiete. Und nach einem Jahr war Schluss. Dann wählte das Volk neu. Der Senat: rund 300 erfahrene Männer, meist frühere Beamte, auf Lebenszeit.

Offiziell beriet er nur. Doch dort saßen Erfahrung und Geld. Die Volksversammlung: Alle Bürger wählten die Beamten und stimmten über Gesetze ab. Bürger hieß aber: freie Männer. Frauen und Sklaven durften nicht mitbestimmen. Die Ämter waren eine Treppe: Quästor, Ädil, Prätor, Konsul. Stufe für Stufe.

Beispiele

Aber wer bekam die Ämter? Anfangs nur die Patrizier, die alten Adelsfamilien. Die Plebejer, also Bauern, Handwerker und Händler, durften nicht mitregieren. Dabei stellten genau sie die Soldaten. Ohne Plebejer kein Heer. 494 vor Christus zogen sie einfach aus der Stadt auf einen Hügel.

Ihre Botschaft: Führt eure Kriege doch allein. Die Patrizier gaben nach. Die Plebejer bekamen eigene Vertreter: die Volkstribune. Sie waren unantastbar. Und sie hatten das Veto: Ein Wort, und ein Beschluss war gestoppt. Um 450 vor Christus wurden die Gesetze aufgeschrieben: das Zwölftafelgesetz.

Jetzt konnte jeder nachlesen, was gilt. Nicht mehr nur die Adligen. Später durften auch Plebejer Konsul werden. So endete der Ständekampf. Gegenprobe: Der erste Kaiser, Augustus, kam erst 27 vor Christus. Viel später.

Dein Zug

Dein Zug: Wie lange blieb ein Konsul im Amt? Genau ein Jahr. Dann wurde neu gewählt.

Zum Schluss

Also drei Bremsen: zwei Konsuln, ein Jahr, das Veto. Keiner hat alles. Merk dir: Zwei Konsuln, ein Jahr. Der Senat beriet, das Volk wählte. Zum Üben: Zeichne die Ämterlaufbahn und erklär, wer wen kontrollierte. Nächste Frage: Warum wurde aus der Republik ein Kaiserreich?

Danach

Geschichte · Klasse 6 Warum wurde aus der Republik ein Kaiserreich?

Die ganze Geschichte dazu

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